Weströmisches Reich

Die Teilung des Römischen Reiches nach dem Tode Kaisers Theodosius I. in Weströmisches und Oströmisches Reich im Jahre 395
West- und Ostrom im Jahre 476

Das sogenannte Weströmische Reich, auch Westrom oder Westreich (lat. Hesperium Imperium), entstand im Jahre 395 durch die Teilung der Herrschaft im Römischen Reich unter den beiden Söhnen des Kaisers Theodosius I. Während der ältere Bruder, Arcadius, in Konstantinopel als senior Augustus über den römischen Osten herrschte, regierte Honorius zunächst von Mailand, dann von Ravenna aus als iunior Augustus den Westen des Reiches; ausnahmsweise residierten die weströmischen Kaiser auch noch in der Stadt Rom. Formal handelte es sich bei Westrom dabei nie um einen eigenständigen Staat, sondern lediglich um die Westhälfte des unteilbaren Imperium Romanum.

Wann das Ende des Weströmischen Reiches eintrat, ist in der neueren Forschung umstritten. Mögliche Endpunkte sind:

  • die 554 erfolgte Abschaffung des weströmischen Hofes durch Justinian, da die meisten staatlichen Institutionen, insbesondere der Senat und der (nun kaiserlose) weströmische Hof, auch nach 476 noch jahrzehntelang fortbestanden.
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