Glaukom

Klassifikation nach ICD-10
H40Glaukom
ICD-10 online (WHO-Version 2016)
Gesunder Sehnervenkopf
Fortgeschrittene Glaukomkrankheit, mit großer Aushöhlung des Sehnervenkopfes, zu erkennen an den bereits am Papillenrand „bajonettförmig“ abknickenden Blutgefäßen

Das Glaukom, auch Grüner Star genannt, bezeichnet eine Reihe von Augenerkrankungen unterschiedlicher Ursache, die einen Verlust von Nervenfasern zur Folge haben. Bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf macht sich dies an der Austrittsstelle des Sehnervs als zunehmende Aushöhlung (Exkavation) oder Abblassung und Atrophie des Sehnervenkopfes (Papille) bemerkbar. Infolgedessen entstehen charakteristische Gesichtsfeldausfälle (Skotome), die im Extremfall zu einer Erblindung des betroffenen Auges führen können. Ein erhöhter Augeninnendruck (Okuläre Hypertension) stellt einen wichtigen Risikofaktor für ein Glaukom dar. Gleichwohl haben fast 40 Prozent aller Glaukompatienten einen normalen Augeninnendruck (Normaldruckglaukom), sind jedoch sehr empfindlich gegenüber Blutdruckschwankungen, was eine interdisziplinäre, zwischen Augenärzten und Internisten abgestimmte Behandlung erforderlich macht.[1]

Nach anatomischen Kriterien lassen sich Offenwinkel- und Engwinkel-Glaukome unterscheiden. Diese Bezeichnungen beziehen sich auf die Struktur, die Hornhautrückfläche und Irisvorderfläche miteinander als sogenannten Kammerwinkel bilden. Darin befindet sich das Trabekelwerk, durch welches das Kammerwasser aus dem Auge abfließt. Offenwinkelglaukome sind weit häufiger und verlaufen meist chronisch und unbemerkt, während die selteneren Engwinkelglaukome zum schmerzhaften Glaukomanfall führen können, bei dem unbehandelt innerhalb kurzer Zeit eine akute Erblindung droht. Die Gesichtsfeldausfälle beim Offenwinkelglaukom machen sich oft erst spät bemerkbar, weil sie außerhalb der Mitte (peripher) beginnen und durch das intakte Gesichtsfeld des anderen Auges überdeckt werden können.

Das Glaukom ist weltweit eine der häufigsten Erblindungsursachen. Rund 500.000 Deutsche leiden an einem erhöhten Augeninnendruck, 10 Prozent davon droht die Erblindung. Aber auch ein normaler Augeninnendruck schließt ein Glaukom keinesfalls aus. Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands weist darauf hin, dass die Dunkelziffer in diesem Bereich sehr hoch ist. Es wird davon ausgegangen, dass in Deutschland insgesamt etwa eine Million Menschen von einem Glaukom betroffen sind. Zumindest zeichnet sich eine Besserung ab. Zwischen den Jahren 1980 und 2000 hat sich das Risiko, aufgrund eines Glaukoms zu erblinden, halbiert.[2] Vor allem die Früherkennung und bessere Behandlungsmethoden werden für den Rückgang verantwortlich gemacht.

In anderen Sprachen
العربية: ماء أزرق
azərbaycanca: Qlaukoma
беларуская: Глаўкома
български: Глаукома
বাংলা: গ্লুকোমা
bosanski: Glaukom
català: Glaucoma
čeština: Glaukom
Cymraeg: Glawcoma
Ελληνικά: Γλαύκωμα
English: Glaucoma
Esperanto: Glaŭkomo
español: Glaucoma
eesti: Glaukoom
euskara: Glaukoma
فارسی: آب‌سیاه
suomi: Glaukooma
français: Glaucome
Gaeilge: Glácóma
עברית: גלאוקומה
हिन्दी: कांचबिंदु
hrvatski: Glaukom
հայերեն: Գլաուկոմա
interlingua: Glaucoma
Bahasa Indonesia: Glaukoma
íslenska: Gláka
italiano: Glaucoma
日本語: 緑内障
ქართული: გლაუკომა
қазақша: Суқараңғы
ಕನ್ನಡ: ಗ್ಲೊಕೊಮಾ
한국어: 녹내장
Latina: Glaucoma
lietuvių: Glaukoma
latviešu: Glaukoma
македонски: Глауком
മലയാളം: ഗ്ലോക്കോമ
मराठी: काचबिंदू
Bahasa Melayu: Glaukoma
नेपाली: जलबिन्दु
Nederlands: Glaucoom
norsk: Glaukom
ଓଡ଼ିଆ: ଗ୍ଲକୋମା
Papiamentu: Gloucoma
polski: Jaskra
Piemontèis: Glaucòma
português: Glaucoma
română: Glaucom
русский: Глаукома
саха тыла: Глаукома
Scots: Glaucoma
srpskohrvatski / српскохрватски: Glaukom
Simple English: Glaucoma
slovenčina: Zelený zákal
slovenščina: Glavkom
српски / srpski: Глауком
svenska: Glaukom
Türkçe: Glokom
татарча/tatarça: Глаукома
українська: Глаукома
oʻzbekcha/ўзбекча: Glaukoma
Tiếng Việt: Cườm nước
中文: 青光眼
粵語: 青光眼